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Der Frühling ist da!!!

Hier   in   Odrintsi   schmilzt   gerade   der   letzte   Schnee   und   es   wird   jeden   Tag   wärmer.   Von   Ende Dezember   bis   jetzt   hatten   wir   eine   geschlossene   Schneedecke.   Zum   Teil   bis   zu   60   cm.   Unser zweiter   Winter   hier   in   Bulgarien   hat   länger   angedauert   als   der   Erste.“   Schlittenfahren“   in der   Gänsewanne   und   auf   unseren   Seesäcken   war   nach   der   Afrika-Auszeit   echt   nochmal   schön. Kolani hatte, obwohl er Schnee Neuling ist, die besten Zeiten und Überschläge. Die   meisten   von   uns   waren   trotz   Minus   Temperaturen   fast   immer   draußen.   Neben   Ziegen hüten   und   Tierversorgung   haben   wir   Weideflächen   für   die   Pferde   nutzbar   gemacht.   Und gleichzeitig   Brennholz   für   die   nächsten   zwei   Jahre   mitgemacht.   Eine   Motorsäge   war   hier   mal wieder   Kompromiss   aber   dafür   haben   die   Pferde   und   unsere   Eselin   Else   das   Holz   nach   Hause gefahren.    Noch    im    tiefen    Schnee    haben    wir    angefangen    die    neue    Gartenfläche    mit Naturmaterial    einzuzäunen    und    freizuschlagen.    Jetzt    können    wir    direkt    mit    den    Vorbereitungen   auf   Feld   und   Garten   weitermachen.   So   früh   wie   möglich-bevor   es   wieder richtig   heiß   wird.   Und   noch   was   hat   im   Winter   gut   geklappt   –   wir   haben   in   der   oberen   Etage vom    Wohlfühlhaus    –Gästehaus    einen    textilen    Werkraum    eingerichtet.    Kleidung    selbst herstellen   können,   klingt   vielleicht   einfach-steckt   aber   mehr   dahinter.   Angefangen   haben   wir mit   gekaufter   Schafschurwolle,   Handstrickapparaten   und   Stricknadeln.   Hiermit   sind   einige echt    schöne    Mützen;    Handschuhe    und    Westen    entstanden-    aber    auch    schiefe    Socken, gefallene Maschen und Jacken die niemandem passen wollen…… Basti   hat   viel   Zeit,   Energie   und   bestimmt   auch   manchmal   Nerven   investiert   um   in   Bulgarien einen     Handwebstuhl     und     Thrakien     Schafe     zu     finden.     Eine     spezielle     bulgarische Merinoschafrasse,   die   sehr   selten   ist.   Es   gibt   nur   rund   200   Tiere.   Diese   Feinvliesschafe sehen   lustig   aus,   sind   zutraulich   und   ihre   Wolle   ein   Geschenk   aus   dem   eigenen   Stall.   Wir möchten    auch    die    Ziegen,-    Pferde    und    Hundehaare    dieses    Jahr    verarbeiten;    (Spinnen, Stricken,   Weben,   filzen   etc.)   Auf   unseren   Feldern   ist   Hanf,   Leinen   und   Baumwolle   geplant-für Unterwäsche aus Tierwolle sind wir noch nicht bereit. Schon   im   August   hatte   uns   Meike   Dinklage   (Brigitte-Reporterin)   noch   einmal   zusammen   mit einer   Fotografin   besucht.   Und   eine   wirklich   schöne   und   authentische   Reportage   über   uns geschrieben    „Das    Naturvolk“.    Die    erscheint    in    der    März    Ausgabe    der    Brigitte    Woman. Voraussichtlich nächste Woche am 6. oder 7. Februar. Vielleicht habt ihr schon versucht uns anzurufen? Seit    einigen    Wochen    sind    wir    und    unsere    bulgarische    Nachbar    Oma    ohne    Festnetz.    Die Techniker   vertrösten   uns   jede   Woche   weiter   -   also   sind   wir   erstmal   nur   über   Mail   oder   auf dem   Handy   (00359   -   876   24   77   17)   zu   erreichen.   Das   hat   allerdings   nicht   immer   Empfang. Versucht es auch immer wieder mal auf Festnetz - man weiß ja nie. Der   Winter   geht   und   macht   Platz   für   Veränderungen.   Wieviel   wir   Menschen   davon   zulassen bleibt spannend…….  

Unser Gästehaus entsteht

Mittlerweile   haben   wir   ja   schon   ziemlich   viel   Übung   im   Renovieren   von   100-jährigen   Odrintsi- Lehmhäusern.   Dieses   hier   scheint   bisher   mit   Abstand   das   jüngste   zu   sein,   rund   75   Jahre   alt. Eine   Besonderheit:   Es   ist   kein   reiner   Lehmbau,   sondern   dieses   Haus   hat   im   Gegensatz   zu   den anderen   Wände   aus   Flusssteinen   im   Erdgeschoss,   die   im   Innenbereich   mit   Lehm   verputzt sind. Wie bei jedem anderen Haus war auch hier Schritt 1: Entrümpeln und Müll entsorgen. Schritt   2:   alten   Kalkputz   von   den   Wänden   kratzen   und   zwar   quadratmeterweise   auf   zwei Etagen.   Unsere   Männer   haben   unter   fachmännischer   Leitung   von   Wolfgang   das   Dach   gedeckt. Zur   Freude   von   allen   haben   wir   all   die   neuen   Ziegel,   die   für   dieses   Haus   gekauft   wurden,   in einer     Menschenkette     aufs     Dach     gereicht.     (Wen`s     interessiert:     In     unseren     beiden Wohnhäusern   haben   wir   bewusst   und   gerne   die   alten,   traditionellen   Ziegel   verwendet,   die schon   100   Jahre   alt   sind,   aber   immer   noch   gut)   Seit   Wochen   wird   eifrig   am   Lehm   gewerkelt: Mario   ist   schon   seit   der   ersten   Renovierung   unser      Lehmbaumeister.   Ihm   zur   Seite   stehen die    Lehmexperten    Pialou    und    Vanessa.    Viele    andere    helfen    rundrum.    Unsere    Lehmleute mauern   defekte   Stellen   mit   Lehmsteinen   zu   und   arbeiten   die   neuen   Lehmflächen   wiederholt mit   Schlempe   ab.   Die   Herbstsonne   hilft   beim   Trocknen   der   Wände,   aber   bloß   nicht   zu schnell,   sonst   entstehen   Risse   und   die   wollen   wieder   überarbeitet   werden.   Mittlerweile   ist der Großteil der gesamten Lehmarbeiten abgeschlossen. Obwohl   in   diesen   alten   Häusern   alles   krumm   und   schief   ist,   haben   die   Männer   es   geschafft,   in vier   Tagen   eine   neue   Holzdecke   einzuziehen.   Mittlerweile   wurde   der   Fußboden   im   ersten Stock    rausgerissen.    All    der    Schutt    und    sehr    viel    Holz    mussten    daraufhin    rausgeräumt werden. Im   gesamten   Haus   wurden   schon   die   neuen   Holzfenster   eingebaut,   die   wir   auswärts   haben anfertigen   lassen.   Doppelverglast,   versteht   sich,   unsere   Gäste   sollen   sich   schließlich   auch   im Winter    wohlfühlen.    A    propos    wohlfühlen:    Sven    werkelt    an    den    Holztüren    für    das „Wohlfühlhaus“,   denn   so   heißt   unser   Gästehaus   unter   uns   schon   seit   Monaten.   Sven   hat   auch große    Jalousien    mit    Lamellen    geschreinert,    ein    echtes    Meisterstück.    Boris    und    Bastian kümmern   sich   mit   Handlangern   derzeit   um   den   Boden   im   Erdgeschoss.   Sie   verlegen   dort Flusssteine in Sand, die wir alle selber gesammelt haben, einer schöner als der andere. Demnächst   kommt   dann   auch   noch   Farbe   ins   Spiel,   doch   zunächst   erhalten   alle   Innenwände einen   weißen   Kalkanstrich   als   Grundierung.   Ja,   das   Wohlfühlhaus   kann   sich   schon   jetzt   sehen lassen.   Wenn   mal   noch   einige   Wochen   vergangen   sind,   hat   Odrintsi   eine   Ruine   weniger   und dafür   eine   (Immobilien-)   Perle   mehr   zu   bieten,   an   der   sich   Bulgaren   und   Westeuropäer gleichermaßen erfreuen können. Wie   ihr   wisst,   geht   es   uns   nicht   in   erster   Linie   ums   Aussehen,   sondern   um   die   Energie,   die solch   ein   natürliches   Haus   freisetzen   kann,   bzw.   helfen   kann,   im   Menschen   freizusetzen. Dieses   Haus   steht   am   Dorfrand   und   bietet   somit   eine   gute   Aussicht   bis   zur   Pappelallee   am Fluss,   der   etwa   200   m   entfernt   ist.   Dorthin   führt   ein   Feldweg,   der   neben   dem   Haus   beginnt. Das   gesamte   Wohlfühlhaus   besteht   aus   absolut   natürlichen   Baustoffen   aus   der   Region:   Lehm, Holz,   Flusssteine.   Lehmhäuser   sind   bekannt   für   ein   besonders   angenehmes   Wohnklima:   im Sommer   immer   angenehm   kühl   und   im   Winter   behaglich   warm.   Wie   alle   anderen   Häusern werden wir auch das Wohlfühlhaus mit Holzofen heizen. Im   gesamten   Haus   gibt   es   ebenso   wie   in   unseren   Wohnhäusern   und   im   Meditationshaus keinerlei   künstliche   Elektrizität.   Das   findet   man   in   unserer   modernen   Zeit   wohl   fast   nur   noch im   Freilichtmuseum.   Somit   kann   jeder   ohne   künstliche   Beeinträchtigung   nachts   zur   Ruhe kommen    und    so    schlafen,    wie    er    es    wahrscheinlich    kaum    kennt.    Wir    finden,    dass    das Wohlfühlhaus   etwas   Besonderes   ist   und   hoffen,   dass   wir   es   noch   in   diesem   Jahr   eröffnen können.
15.3.2017

13. Schamanischer Brief

Zeitgeist ohne Zeit und Geist- wieso?

Spirituelle Regenbogengemeinschaft Odrintsi / Südostbulgarien
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